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Was ist ein Tambourcorps?


  
Tambourcorps ist für dich ein Fremdwort?
Dann informiere dich hier über die Bedeutung und kennzeichnenden Instrumente eines Corps.

Als Tambourcorps bzw. Spielmannszug wurden im früheren deutschen Heer die Trommler, Pfeifer und Hornisten der Kompanie bezeichnet. Je Kompanie gab es zwei Trommler und zwei Pfeifer (zugleich Hornisten). In der neueren Zeit trat dann ein Spielmannszug oft neben das Musikcorps.

Das Wort Tambour stammt aus dem französischen. Allgemein mit "Trommel", zum anderen mit "Trommler" oder "Trommelschläger" übersetzt, ist es seit Mitte des 14. Jahrhunderts die französische Bezeichnung für alle Arten von Trommeln.

Ein Tambourmajor, also der Leiter eines Tambourcorps, gibt als Träger eines Tambourstockes den Einsatz an.         

Bei der Rührtrommel, auch Roll-, Wirbel- oder Landsknechtstrommel genannt, handelt es sich um eine um 1500 entstandene Trommel mit zylindrischem Körper, die oben ein Schlag- und unten ein Resonanzfell besitzt. Das obere Fell wird in der Regel in der Mitte mit Schlägeln ("Trommelstöcke") angeschlagen. Das untere Fell (Resonanzfell) schwingt mit dem oberen (Schlagfell), vor allem durch Vermittlung der Luft im Inneren. Es wird durch darüber gespannte Scharrsaiten geteilt, die den "geräuschhaften Charakter" der kleinen Trommel verstärken. Die Felle sind auf Fellwickelreifen gezogen und werden durch Schrauben, die auf den Felldruckreifen wirken, gespannt. Zur Schlagtechnik gehören Einzelschläge, Schlagfolgen mittlerer Schnelligkeit, ein- bis vielfacher Vorschlag und Wirbel. Vorschlag und Wirbel werden ausgeführt, indem der Schlegel (Trommelstock) nach dem ersten Anschlag zum Fell hin "gedrückt" wird. Ein Wirbel entsteht durch eine Folge so ausgeführter Doppelschläge.

Die Flöte (von frz. Flute und italien. Flauto) ist wohl das älteste melodiefähige und in fast allen Kulturen der Erde vertretene Musikinstrument.

Die Querflöte, "das beweglichste und virtuoseste der Holzblasinstrumente", entwickelte sich aus der Schweizerpfeife, eine überblasende offene Lippenpfeife, zuerst im 9. Jahrhundert aus China überliefert und in Europa seit dem 10./11. Jahrhundert bekannt. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts verstand man unter Flöte die Blockflöte, seither allgemein die von Th. Böhm 1847 zu ihrer heutigen Form entwickelte Querflöte. Der Ton wird durch Anregung von Eigenschwingungen einer in einem zylindrischen oder konvekten Rohr schwingenden Luftsäule beim Anblasen erzeugt. Die Tonbildung ist ein durch Rückkoppelungserscheinungen erklärbarer Vorgang, wobei ein Luftstrom gegen eine scharfe Kante geleitet wird. Eine Veränderung der Tonhöhe wird teils durch Verkürzung des Rohrs mittels Öffnen und Schließen von Grifflöchern, teils durch Überblasen hervorgebracht. Die Anblasvorrichtung der Querflöte besteht lediglich aus einem rechteckigen Loch mit abgerundeten Ecken, das die Wandung sowie darüber eine glatte Platte oder Art Wulst (Lippenstütze, Reformmundstück) durchdringt. Zum Kopfstück mit dem Mundloch treten Mittel- und Fußstück, die die Grifflöcher enthalten.

Pauke (mhd. buke/puke u.a.) ist das "wichtigstes, zur Klasse der Membranphone gehörendes, Schlaginstrument" mit kesselförmigen Resonanzkörper aus Kupferblech und einer darüber gespannten Membran ("Fell") aus Kalbsfell oder Kunststoff ist, die mit Schlegeln angeschlagen wird. Im Gegensatz zur Trommel hat die Pauke, die in der Mitte des Kesselbodens ein sogenanntes Schallloch (30 cm Durchmesser) zum Druckausgleich und zur Verminderung der Schalldämpfung besitzt, eine feste Tonhöhe. Von der Seite her betrachtet ist der Kessel, der früher eher halbkreisförmig war, heute meist parabolisch. Das Fell mit einem Durchmesser von 70 cm wird über den um den Rand des Kessels liegenden Fellreifen gezogen, darüber der Felldruckreifen, der durch vertikale Bewegungen das Fell spannt und entspannt. Die Pauke, ursprgl. asiatisch-orientalischer Herkunft, gelangte in ihrer kleineren Form durch die Kreuzzüge, spätestens im 13. Jahrhundert, nach Europa. Die große Form des Instruments ist bei uns seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar.

Bei dem Becken handelt es sich um ein musikalisches Schlaginstrument, dass aus zwei in der Mitte vertieften Metalltellern (Messing, früher Bronze) mit einem Durchmesser von ca. 40 cm besteht und mit ledernen Halteschlaufen versehen ist. Die durch Zusammenschlagen (oder durch einen Schlegel) zum Klingen gebrachten Becken ergeben einen metallischen Klang von unbestimmter Tonhöhe. Dieses altasiatische Rhythmusinstrument war im Abendland bis ins 15. Jahrhundert gebräuchlich, wurde dann vergessen und erst seit den Türkenkriegen wieder benutzt.

Als Lyra wird ein ursprgl. in Militärkapellen verwendetes Stahlplattenspiel (Glockenspiel) in einem lyraförmigen Rahmen bezeichnet, bei dem die lose angebrachten und abgestimmten Plättchen mit einem Hämmerchen bzw. Schlegel angeschlagen werden.

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